Database of medication interactions
| Number | Title | Level | Groups |
|---|---|---|---|
| 5876 |
Erhöhtes GIT-Blutungsrisiko
Bei der Kombination von Antikoagulantien mit Antiphlogistik…
|
Level 13 |
Grp1: M01AB01
Grp2: B01AC04
|
Erhöhtes GIT-Blutungsrisiko
Interaction No:
5876
Relevance:
Level 13
Group 1:
M01AB01
Group 2:
B01AC04
Effect:
Bei der Kombination von Antikoagulantien mit Antiphlogistika ist das Blutungsrisiko erhöht. Gastrointestinale Blutungen werden durch die schleimhautschädigende Wirkung der NSAIDs zusätzlich begünstigt.
Mechanism:
Antiphlogistika hemmen die Thrombozytenaggregation und dadurch kommt es zu einer additiven Wirkung auf die Blutgerinnung.
Measures:
Die Kombination von Antiphlogistika mit Antikoagulantien vermeiden. Ist die kombinierte Anwendung unumgänglich, den Patienten insbesondere auf Symptome einer gastrointestinalen Blutung überwachen. Wenn möglich NSAIDs nur lokal anwenden oder Wechsel der Analgesie auf Paracetamol oder Opioide. |
|||
| 5911 |
Verminderte antithrombotische Wirkung
Durch die erniedrigten Spiegel des aktiven Clopidogrelmetab…
|
Level 13 |
Grp1: J01FA01
Grp2: B01AC04
|
Verminderte antithrombotische Wirkung
Interaction No:
5911
Relevance:
Level 13
Group 1:
J01FA01
Group 2:
B01AC04
Effect:
Durch die erniedrigten Spiegel des aktiven Clopidogrelmetaboliten ist das thrombotische Risiko erhöht. Wie weit diese Interaktion aber klinisch relevant ist, ist zur Zeit noch nicht klar.
Mechanism:
Erythromycin hemmt CYP3A4 und damit auch den Metabolismus von Clopidogrel zum aktiven Metaboliten.
Measures:
Klinisch auf eine ausreichende antiaggregatorische Wirksamkeit achten. Bei Bedarf die Clopidogreldosis anpassen. |
|||
| 5953 |
Verminderte Ticagrelorkonzentrationen
Die gleichzeitige Gabe von Ticagrelor und CYP3A4-Induktoren…
|
Level 13 |
Grp1: N03AB02
Grp2: B01AC24
|
Verminderte Ticagrelorkonzentrationen
Interaction No:
5953
Relevance:
Level 13
Group 1:
N03AB02
Group 2:
B01AC24
Effect:
Die gleichzeitige Gabe von Ticagrelor und CYP3A4-Induktoren wie Phenytoin kann zu einer Wirkungsabschwächung von Ticagrelor führen (verringerte thrombozytenaggregatorische Wirkung) und sollte vermieden werden. Daten zu der Interaktion liegen bislang nicht vor.
Mechanism:
Phenytoin ist ein Induktor von CYP3A4 und kann darüber den Abbau von Ticagrelor beschleunigen.
Measures:
Von einer Kombination aus Ticagrelor und Phenytoin ist abzuraten. |
|||
| 6026 |
Erhöhtes GIT-Blutungsrisiko
Bei der Kombination von Antikoagulantien mit Antiphlogistik…
|
Level 13 |
Grp1: B01AA04
Grp2: M01AB05
|
Erhöhtes GIT-Blutungsrisiko
Interaction No:
6026
Relevance:
Level 13
Group 1:
B01AA04
Group 2:
M01AB05
Effect:
Bei der Kombination von Antikoagulantien mit Antiphlogistika ist das Blutungsrisiko erhöht. Gastrointestinale Blutungen werden durch die schleimhautschädigende Wirkung der NSAIDs zusätzlich begünstigt.
Mechanism:
Antiphlogistika hemmen die Thrombozytenaggregation und dadurch kommt es zu einer additiven Wirkung auf die Blutgerinnung.
Measures:
Die Kombination von Antiphlogistika mit Antikoagulantien vermeiden. Ist die kombinierte Anwendung unumgänglich, den Patienten insbesondere auf Symptome einer gastrointestinalen Blutung überwachen. Das veränderte Blutungsrisiko wird kaum in einem veränderten INR abgebildet, sicherheitshalber sollte … |
|||
| 6090 |
Erhöhtes GIT-Blutungsrisiko
Bei der Kombination von Antikoagulantien mit Antiphlogistik…
|
Level 13 |
Grp1: B01AA04
Grp2: M01AX17
|
Erhöhtes GIT-Blutungsrisiko
Interaction No:
6090
Relevance:
Level 13
Group 1:
B01AA04
Group 2:
M01AX17
Effect:
Bei der Kombination von Antikoagulantien mit Antiphlogistika ist das Blutungsrisiko erhöht. Gastrointestinale Blutungen werden durch die schleimhautschädigende Wirkung der NSAIDs zusätzlich begünstigt.
Mechanism:
Antiphlogistika hemmen die Thrombozytenaggregation und dadurch kommt es zu einer additiven Wirkung auf die Blutgerinnung.
Measures:
Die Kombination von Antiphlogistika mit Antikoagulantien vermeiden. Ist die kombinierte Anwendung unumgänglich, den Patienten insbesondere auf Symptome einer gastrointestinalen Blutung überwachen. Das veränderte Blutungsrisiko wird kaum in einem veränderten INR abgebildet, sicherheitshalber sollte … |
|||
| 5809 |
Verstärkte Blutdrucksenkung
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Aliksiren und Ciclospo…
|
Level 13 |
Grp1: L04AD01
Grp2: C09XA53
|
Verstärkte Blutdrucksenkung
Interaction No:
5809
Relevance:
Level 13
Group 1:
L04AD01
Group 2:
C09XA53
Effect:
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Aliksiren und Ciclosporin wurde eine Erhöhung der Cmax um das 2,5fache und eine Verfünffachung der AUC von Aliskiren beobachtet. Gemäss Fachinformation war das pharmakokinetische Profil von Ciclosporin dagegen nicht signifikant verändert. Unter erhöhten Aliskire…
Mechanism:
Ciclosporin A ist ein starker Hemmer des P-Glykoproteins. Aliskiren ist Substrat von P-gp, das den wichtigsten Effluxtransporter für die Resorption und Verteilung des Arzneistoffes darstellt. Daher kann es zu erhöhten Konzentrationen von Aliskiren kommen.
Measures:
Die Kombination sollte vermieden werden, der Hersteller (Aliskiren) rät von der Kombination ab. Ist unter Gabe von Ciclosporin eine antihypertensive Therapie notwendig, sollte patientenindividuell der Einsatz anderer Antihypertensiva unter sorgfältiger Monitorisierung des Blutdruckes erwogen werden. |
|||
| 5808 |
Verstärkte Blutdrucksenkung
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Aliksiren und Ciclospo…
|
Level 13 |
Grp1: L04AD01
Grp2: C09XA52
|
Verstärkte Blutdrucksenkung
Interaction No:
5808
Relevance:
Level 13
Group 1:
L04AD01
Group 2:
C09XA52
Effect:
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Aliksiren und Ciclosporin wurde eine Erhöhung der Cmax um das 2,5fache und eine Verfünffachung der AUC von Aliskiren beobachtet. Gemäss Fachinformation war das pharmakokinetische Profil von Ciclosporin dagegen nicht signifikant verändert. Unter erhöhten Aliskire…
Mechanism:
Ciclosporin A ist ein starker Hemmer des P-Glykoproteins. Aliskiren ist Substrat von P-gp, das den wichtigsten Effluxtransporter für die Resorption und Verteilung des Arzneistoffes darstellt. Daher kann es zu erhöhten Konzentrationen von Aliskiren kommen.
Measures:
Die Kombination sollte vermieden werden, der Hersteller (Aliskiren) rät von der Kombination ab. Ist unter Gabe von Ciclosporin eine antihypertensive Therapie notwendig, sollte patientenindividuell der Einsatz anderer Antihypertensiva unter sorgfältiger Monitorisierung des Blutdruckes erwogen werden. |
|||
| 5810 |
Verstärkte Blutdrucksenkung
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Aliksiren und Ciclospo…
|
Level 13 |
Grp1: L04AD01
Grp2: C09XA54
|
Verstärkte Blutdrucksenkung
Interaction No:
5810
Relevance:
Level 13
Group 1:
L04AD01
Group 2:
C09XA54
Effect:
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Aliksiren und Ciclosporin wurde eine Erhöhung der Cmax um das 2,5fache und eine Verfünffachung der AUC von Aliskiren beobachtet. Gemäss Fachinformation war das pharmakokinetische Profil von Ciclosporin dagegen nicht signifikant verändert. Unter erhöhten Aliskire…
Mechanism:
Ciclosporin A ist ein starker Hemmer des P-Glykoproteins. Aliskiren ist Substrat von P-gp, das den wichtigsten Effluxtransporter für die Resorption und Verteilung des Arzneistoffes darstellt. Daher kann es zu erhöhten Konzentrationen von Aliskiren kommen.
Measures:
Die Kombination sollte vermieden werden, der Hersteller (Aliskiren) rät von der Kombination ab. Ist unter Gabe von Ciclosporin eine antihypertensive Therapie notwendig, sollte patientenindividuell der Einsatz anderer Antihypertensiva unter sorgfältiger Monitorisierung des Blutdruckes erwogen werden. |
|||
| 5790 |
Risiko für Blutdruckentgleisungen
Die Kombination eines weiteren MAO-Hemmers mit Selegilin is…
|
Level 13 |
Grp1: N04BD01
Grp2: J01XX08
|
Risiko für Blutdruckentgleisungen
Interaction No:
5790
Relevance:
Level 13
Group 1:
N04BD01
Group 2:
J01XX08
Effect:
Die Kombination eines weiteren MAO-Hemmers mit Selegilin ist gemässs Deutscher Fachinformation kontraindiziert. Es besteht ein erhöhtes Risiko einer übermässigen nicht-selektiven MAO-Hemmung, die zu schweren Blutdruckentgleisungen führen kann.
Mechanism:
In Kombination von Linezolid (schwacher, reversibler, nicht-selektiver MAO-Hemmer ) und Selegilin (selektiver, irreversibler MAO-B-Hemmer) kann es zu einer additiven Hemmung der Monoaminoxidasen kommen.
Measures:
Die Kombination ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Zwischen dem Absetzen von Selegilin und dem Beginn einer Behandlung mit anderen MAO-Hemmern sollten mindestens 14 Tage liegen. |
|||
| 5789 |
Risiko für Blutdruckentgleisungen
Die Kombination eines weiteren MAO-Hemmers mit Selegilin is…
|
Level 13 |
Grp1: J01XX08
Grp2: N04BD01
|
Risiko für Blutdruckentgleisungen
Interaction No:
5789
Relevance:
Level 13
Group 1:
J01XX08
Group 2:
N04BD01
Effect:
Die Kombination eines weiteren MAO-Hemmers mit Selegilin ist gemässs Deutscher Fachinformation kontraindiziert. Es besteht ein erhöhtes Risiko einer übermässigen nicht-selektiven MAO-Hemmung, die zu schweren Blutdruckentgleisungen führen kann.
Mechanism:
In Kombination von Linezolid (schwacher, reversibler, nicht-selektiver MAO-Hemmer ) und Selegilin (selektiver, irreversibler MAO-B-Hemmer) kann es zu einer additiven Hemmung der Monoaminoxidasen kommen.
Measures:
Die Kombination ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Zwischen dem Absetzen von Selegilin und dem Beginn einer Behandlung mit anderen MAO-Hemmern sollten mindestens 14 Tage liegen. |
|||
| 5807 |
Verstärkte Blutdrucksenkung
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Aliksiren und Ciclospo…
|
Level 13 |
Grp1: L04AD01
Grp2: C09XA02
|
Verstärkte Blutdrucksenkung
Interaction No:
5807
Relevance:
Level 13
Group 1:
L04AD01
Group 2:
C09XA02
Effect:
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Aliksiren und Ciclosporin wurde eine Erhöhung der Cmax um das 2,5fache und eine Verfünffachung der AUC von Aliskiren beobachtet. Gemäss Fachinformation war das pharmakokinetische Profil von Ciclosporin dagegen nicht signifikant verändert. Unter erhöhten Aliskire…
Mechanism:
Ciclosporin A ist ein starker Hemmer des P-Glykoproteins. Aliskiren ist Substrat von P-gp, das den wichtigsten Effluxtransporter für die Resorption und Verteilung des Arzneistoffes darstellt. Daher kann es zu erhöhten Konzentrationen von Aliskiren kommen.
Measures:
Die Kombination sollte vermieden werden, der Hersteller (Aliskiren) rät von der Kombination ab. Ist unter Gabe von Ciclosporin eine antihypertensive Therapie notwendig, sollte patientenindividuell der Einsatz anderer Antihypertensiva unter sorgfältiger Monitorisierung des Blutdruckes erwogen werden. |
|||
| 5855 |
INR-Abfall
In der Kombination mit Warfarin führte Bosentan zu deutlich…
|
Level 13 |
Grp1: C02KX01
Grp2: B01AA04
|
INR-Abfall
Interaction No:
5855
Relevance:
Level 13
Group 1:
C02KX01
Group 2:
B01AA04
Effect:
In der Kombination mit Warfarin führte Bosentan zu deutlichen Abfällen des INR, die eine Erhöhung der Warfarin-Dosis erforderten. Auch in Kombination mit Phenprocoumon ist ein Abfall der Phenprocoumon-Konzentrationen und eine verminderte antikoagulatorische Aktivität zu erwarten.
Mechanism:
Bosentan induziert CYP2C9 und 3A4 und damit auch den Metabolismus von Phenprocoumon.
Measures:
Bei der Kombination sollte der INR engmaschig kontrolliert werden, insbesondere in den ersten Wochen nach Beginn, bei Dosisänderung oder nach Absetzen von Bosentan. Bei Bedarf Dosis von Phenprocoumon anpassen. |
|||
| 15717 |
Risiko für Blutdruckabfall, Hyperkaliämie und Nierenfunktionseinschränkung
Unter der dualen Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-…
|
Level 13 |
Grp1: C09BB02
Grp2: C09XA02
|
Risiko für Blutdruckabfall, Hyperkaliämie und Nierenfunktionseinschränkung
Interaction No:
15717
Relevance:
Level 13
Group 1:
C09BB02
Group 2:
C09XA02
Effect:
Unter der dualen Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) mit Aliskiren in Kombination mit einem ACE-Hemmer oder einem Angiotensin-Rezeptor-Blocker traten vermehrt Hypotonien, Synkopen, cerebrovaskuläre Insulte, Hyperkaliämien und Verschlechterungen der Nierenfunktion (inklusive aku…
Mechanism:
Additive Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System
Measures:
Die Kombination von Aliskiren mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker wegen des erhöhten UAW-Risikos vermeiden. Die Kombination ist bei Patienten mit Diabetes mellitus (Typ1 oder 2) und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min) sogar kontraindiziert. |
|||
| 4816 |
Erhöhte Alfuzosinkonzentrationen - Hypotonierisiko
Die Kombination wurde in Studien noch nicht untersucht. All…
|
Level 13 |
Grp1: G04CA01
Grp2: J01FA01
|
Erhöhte Alfuzosinkonzentrationen - Hypotonierisiko
Interaction No:
4816
Relevance:
Level 13
Group 1:
G04CA01
Group 2:
J01FA01
Effect:
Die Kombination wurde in Studien noch nicht untersucht. Allerdings bewirkte Ketoconazol, ein anderer starker Hemmer von CYP3A4, in Studien des Herstellers einen 2-3-fachen Anstieg der Alfuzosin-Plasmakonzentrationen. Folgen können u.a. sein: Hypotension, Schwindel, Synkope. Zudem additive Verlänger…
Mechanism:
Alfuzosin wird über CYP3A4 metabolisiert. Hemmer von CYP3A4 können darüber den Abbau von Alfuzosin inhibieren.
Measures:
Kombination meiden. Falls die Kombination zwingend erforderlich ist, Blutdruck, EKG und klinische Symptome (Schwindel, Kopfschmerzen) sorgfältig monitorisieren. |
|||
| 5787 |
Risiko für Blutdruckentgleisungen
Die Kombination eines weiteren MAO-Hemmers mit Rasagilin is…
|
Level 13 |
Grp1: J01XX08
Grp2: N04BD02
|
Risiko für Blutdruckentgleisungen
Interaction No:
5787
Relevance:
Level 13
Group 1:
J01XX08
Group 2:
N04BD02
Effect:
Die Kombination eines weiteren MAO-Hemmers mit Rasagilin ist gemässs Schweizer Fachinformation für Rasagilin kontraindiziert. Es besteht ein erhöhtes Risiko einer übermässigen nicht-selektiven MAO-Hemmung, die zu schweren Blutdruckentgleisungen führen kann. Auch Kopfschmerzen, Erbrechen oder Krampf…
Mechanism:
In Kombination von Linezolid (schwacher, reversibler, nicht-selektiver MAO-Hemmer ) und Rasagilin (selektiver, irreversibler MAO-B-Hemmer) kann es zu einer additiven Hemmung der Monoaminoxidasen kommen.
Measures:
Die Kombination ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Zwischen dem Absetzen von Rasagilin und dem Beginn einer Behandlung mit anderen MAO-Hemmern sollten mindestens 14 Tage liegen. |
|||
| 13093 |
Erhöhte Konzentrationen von Indinavir und Fusidinsäure
Ein Anstieg der Plasmakonzentrationen beider Substanzen kan…
|
Level 13 |
Grp1: J01XC01
Grp2: J05AE02
|
Erhöhte Konzentrationen von Indinavir und Fusidinsäure
Interaction No:
13093
Relevance:
Level 13
Group 1:
J01XC01
Group 2:
J05AE02
Effect:
Ein Anstieg der Plasmakonzentrationen beider Substanzen kann in verstärkten unerwünschten Wirkungen, u.a. Hepatotoxizität resultieren. In einem Fallbericht führte die Kombination aus dem Proteaseinhibitor Ritonavir und Fusidinsäure (zusammen mit Stavudin und Saquinavir) bei einem 32-jährigen Patien…
Mechanism:
Es wird vermutet, dass Indinavir und Fusidinsäure gegenseitig ihren Abbau hemmen können, möglicherweise über CYP3A4. Dies könnte erhöhte Plasmakonzentrationen beider Medikamente verursachen.
Measures:
Die gleichzeitige Verabreichung von Fusidinsäure mit Proteaseinhibitoren sollte vermieden werden. Erhöhte Plasmakonzentrationen beider Substanzen und unter Umständen schwere GIT-Nebenwirkungen und Leberfunktionsstörungen sind nicht ausgeschlossen. Die gleichzeitige Gabe von Fusidinsäure mit CYP3A4 … |
|||
| 4814 |
Erhöhte Alfuzosinkonzentrationen - Hypotonierisiko
Die Kombination wurde in Studien noch nicht untersucht. All…
|
Level 13 |
Grp1: G04CA01
Grp2: J01FA09
|
Erhöhte Alfuzosinkonzentrationen - Hypotonierisiko
Interaction No:
4814
Relevance:
Level 13
Group 1:
G04CA01
Group 2:
J01FA09
Effect:
Die Kombination wurde in Studien noch nicht untersucht. Allerdings bewirkte Ketoconazol, ein anderer starker Hemmer von CYP3A4, in Studien des Herstellers einen 2-3-fachen Anstieg der Alfuzosin-Plasmakonzentrationen. Folgen können u.a. sein: Hypotension, Schwindel, Synkope. Zudem additive Verlänger…
Mechanism:
Alfuzosin wird über CYP3A4 metabolisiert. Hemmer von CYP3A4 können darüber den Abbau von Alfuzosin inhibieren.
Measures:
Kombination meiden. Falls die Kombination zwingend erforderlich ist, Blutdruck, EKG und klinische Symptome (Schwindel, Kopfschmerzen) sorgfältig monitorisieren. |
|||
| 13098 |
Erhöhte Dronedaron- bzw. Fluconazolkonzentrationen nicht ausgeschlossen
Erhöhte Dronedaron- bzw. Fluconazolkonzentrationen sind bei…
|
Level 13 |
Grp1: C01BD07
Grp2: J02AC01
|
Erhöhte Dronedaron- bzw. Fluconazolkonzentrationen nicht ausgeschlossen
Interaction No:
13098
Relevance:
Level 13
Group 1:
C01BD07
Group 2:
J02AC01
Effect:
Erhöhte Dronedaron- bzw. Fluconazolkonzentrationen sind bei dieser Kombination nicht auszuschliessen, die Kombination wurde allerdings bisher nicht untersucht. Mögliche Folgen der Kombination: u.a.: Herzrhythmusstörungen inkl. QT-Zeit-Verlängerung und Blutdruckabfall.
Mechanism:
Fluconazol ist in hoher Dosis ein moderater Inhibitor von CYP3A4 und wird über CYP3A4 metabolisiert. Dronedaron wird hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert und ist auch ein moderater Inhibitor von CYP3A4. Beide Substanzen können potentiell die QT-Zeit verlängern.
Measures:
Patient klinisch auf verstärkte Wirkung von Dronedaron und Fluconazol monitorisieren (EKG, QT-Zeit, Blutdruck). |
|||
| 547 |
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die…
|
Level 13 |
Grp1: A04AA04
Grp2: N07BC02
|
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Interaction No:
547
Relevance:
Level 13
Group 1:
A04AA04
Group 2:
N07BC02
Effect:
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand.
Mechanism:
Additive Verlängerung der QT-Zeit.
Measures:
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. |
|||
| 13106 |
Erhöhte Rifabutin- und verminderte Saquinavirkonzentrationen
Die Kombination von Saquinavir (1200 mg 3x/d) und Rifabutin…
|
Level 13 |
Grp1: J04AB04
Grp2: J05AE01
|
Erhöhte Rifabutin- und verminderte Saquinavirkonzentrationen
Interaction No:
13106
Relevance:
Level 13
Group 1:
J04AB04
Group 2:
J05AE01
Effect:
Die Kombination von Saquinavir (1200 mg 3x/d) und Rifabutin (300 mg/d) wurde in einer Studie mit vierzehn HIV-infizierten Patienten untersucht. Die Kombination führte zu einer Reduktion der AUC von Saquinavir um 47%, während es zu einem Anstieg der Rifabutin-AUC um 44% kam.
Mechanism:
Saquinavir dient sowohl als Substrat von CYP3A4, wie auch als Inhibitor. Rifabutin ist ein Induktor von CYP3A4. In der Kombination kommt es zu erhöhten Serumkonzentrationen von Rifabutin und seines aktiven Metaboliten 25-O-Deacetyl-Rifabutin, während die Konzentrationen von Saquinavir sinken.
Measures:
Die Kombination von Saquinavir geboostet mit Ritonavir und Rifabutin ist laut Fachinformation kontraindiziert. Falls die Kombination nicht vermieden werden kann, wird eine engmaschige Überwachung der Serumkonzentrationen des Proteaseinhibitors und von Rifabutin und eine allfällige Dosisanpassung em… |
|||
| 13108 |
Erhöhte Rifabutinkonzentrationen – Toxizitätsrisiko
Die Kombination von Tipranavir und Rifabutin wurde in einer…
|
Level 13 |
Grp1: J05AE09
Grp2: J04AB04
|
Erhöhte Rifabutinkonzentrationen – Toxizitätsrisiko
Interaction No:
13108
Relevance:
Level 13
Group 1:
J05AE09
Group 2:
J04AB04
Effect:
Die Kombination von Tipranavir und Rifabutin wurde in einer Studie mit 24 gesunden Probanden untersucht. Die Probanden erhielten eine Einzeldosis (150 mg) Rifabutin jeweils an Tag 1 und 15 und Tipranavir plus Ritonavir (500/200 mg/2x täglich) von Tag 8-20. Die AUC von Rifabutin erhöhte sich in Komb…
Mechanism:
Tipranavir ist ein potenter Inhibitor von CYP3A4, über welches Rifabutin metabolisiert wird. Dies führt zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Rifabutin und seines aktiven Metaboliten 25-O-Desacetylrifabutin.
Measures:
Ist eine gleichzeitige Gabe zwingend erforderlich, sollte laut Fachinformation (Tipranavir) und dem US-amerikanischen Center for Disease Control and Prevention bei der Kombination Rifabutin und Tipranavir geboostet mit Ritonavir die Rifabutin-Dosis 150 mg/jeden zweiten Tag oder 150 mg/3x pro Woche … |
|||
| 13109 |
Erhöhte Darunavir- und Rifabutinkonzentrationen
In einer Studie mit 11 HIV-negativen Probanden wurde die Ko…
|
Level 13 |
Grp1: J05AE10
Grp2: J04AB04
|
Erhöhte Darunavir- und Rifabutinkonzentrationen
Interaction No:
13109
Relevance:
Level 13
Group 1:
J05AE10
Group 2:
J04AB04
Effect:
In einer Studie mit 11 HIV-negativen Probanden wurde die Kombination von Darunavir plus Ritonavir (600/100 mg/2x täglich) mit Rifabutin (150 mg/jeden zweiten Tag) untersucht und mit der alleinigen Gabe von Rifabutin (300 mg/d) verglichen. Die AUC von Rifabutin veränderte sich nur geringfügig, währe…
Mechanism:
Darunavir und Ritonavir sind Hemmer von CYP3A4. In der Kombination von mit Ritonavir geboostetem Darunavir und Rifabutin kommt es zu erhöhten Plasmakonzentrationen sowohl von Darunavir als auch von Rifabutin und seines aktiven Metaboliten 25-O-Deacetylrifabutin (via CYP3A4 Hemmung durch Ritonavir).
Measures:
Ist die kombinierte Gabe von Rifabutin und Darunavir mit niedrig dosiertem Ritonavir dringend erforderlich, wird in der Fachinformation (Darunavir) und vom US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention eine Rifabutin-Dosis von 150 mg/jeden zweiten Tag oder 3x pro Woche empfohlen. Ei… |
|||
| 548 |
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die…
|
Level 13 |
Grp1: N07BC02
Grp2: C01BC03
|
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Interaction No:
548
Relevance:
Level 13
Group 1:
N07BC02
Group 2:
C01BC03
Effect:
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand.
Mechanism:
Additive Verlängerung der QT-Zeit.
Measures:
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. |
|||
| 13117 |
Erhöhte Carbamazepin- und erniedrigte Clarithromycinkonzentrationen
In der Kombination können erhöhte bis hin zu toxische Carba…
|
Level 13 |
Grp1: N03AF01
Grp2: J01FA09
|
Erhöhte Carbamazepin- und erniedrigte Clarithromycinkonzentrationen
Interaction No:
13117
Relevance:
Level 13
Group 1:
N03AF01
Group 2:
J01FA09
Effect:
In der Kombination können erhöhte bis hin zu toxische Carbamazepinkonzentrationen auftreten. Beschrieben wurden in Studien Toxizitätssymptome wie Ataxie, Schwindel, Diplopie, Nausea und Erbrechen. Es wurden in einer kleinen Studie bei 7 Patienten unter Komedikation mit Clarithromycin ca. doppelt so…
Mechanism:
Clarithromycin ist Substrat und Inhibitor von CYP3A4, Carbamazepin ist u.a. Substrat und Induktor von CYP3A4. Darüber kann es zu gegenseitiger pharmakokinetischer Beeinflussung kommen.
Measures:
Die Kombination sollte vermieden werden. Falls sie jedoch erforderlich ist, sind die Carbamazepinspiegel engmaschig zu kontrollieren. Es ist zu erwarten, dass in Kombination mit Clarithromycin eine Dosisanpassung von Carbamazepin erforderlich wird (Dosisreduktion). Die Wirkung des Antibiotikums ist… |
|||
| 312 |
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, erhöhte Amitriptylinkonzentrationen
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich, in…
|
Level 13 |
Grp1: N06AA09
Grp2: N05AA02
|
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen, erhöhte Amitriptylinkonzentrationen
Interaction No:
312
Relevance:
Level 13
Group 1:
N06AA09
Group 2:
N05AA02
Effect:
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich, insbesondere bei hohen Dosierungen, die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Die erhöhten Amitriptylinkonzentrationen können mit vermehrten Nebe…
Mechanism:
Levomepromazin ist ein starker Inhibitor von CYP2D6 und kann darüber den Metabolismus von Amitriptylin hemmen. In vitro hemmt Amitriptylin auch CYP2D6, inwieweit der Metabolismus von Levomepromazin beeinflusst wird, ist aber nicht bekannt. Zudem pharmakodynamisch additive Verlängerung der QT-Zeit.
Measures:
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei hohen Dosierungen und Änderungen der medikamentösen Therapie. Auch Monitorisieren von zentralnervösen und anticholinergen Nebenwirkungen (cave: beide Susbtanzen haben anticholinerge Effekte, Amitriptylin-Plasmakonzentrationen können ansteige… |
|||