Durch die verminderte Elimination und die verstärkte Absorption des Digoxin besteht die Gefahr einer Digoxin-Intoxikation mit den möglichen Symptomen Nausea, Erbrechen, Arrhythmien.
Interaktion
Stufe 13
13
Stufe
Details der Interaktion
Gruppe 1
J01FA01
Gruppe 2
C01AA05
Beschreibung der Stufe
Kombination meiden
Mechanismus
Mehrere Mechanismen beteiligt: Erythromycin hemmt das intestinale und renale MDR1 (P-Glykoprotein). Dadurch wird einerseits die Bioverfügbarkeit von Digoxin erhöht und andererseits die renale Clearance vermindert. Zusätzlich reduziert Erythromycin die Besiedelung des Darmes mit Eubacterium lentum, welches in 10% der Patienten für die Spaltung des Digoxins zu inaktiven Reduktionsprodukten verantwortlich ist, so dass das aktive Digoxin stärker absorbiert wird.
Empfohlene Massnahmen
Die Kombination von Digoxin mit oralen Makroliden sollte vermieden werden. Falls die Kombination unumgänglich ist, sollte Erythromycin vorübergehend parenteral verabreicht oder eine Digoxindosisreduktion erwogen werden. Digoxinspiegel engmaschig monitorisieren.