Erhöhte Vardenafilkonzentrationen

Numéro: 7629 Niveau: 13

Bei der Kombination von Vardenafil und Voriconazol werden erhöhte Vardenafil-Konzentrationen mit erhöhtem Risiko stärkerer und länger anhaltender Vardenafil-Nebenwirkungen (u.a. Kopfschmerz, Hypotension, Sehstörungen, Flushing, Priapismus) erwartet (Kombination wurde bisher nicht untersucht). Auch steigt das Risiko für eine QT-Zeit-Verlängerung. Für die Kombination des starken CYP3A4-Hemmers Ketoconazol mit Vardenafil konnte gezeigt werden, dass die AUC 10-fach und die maximalen Vardenafil-Plasmakonzentrationen (Cmax) 4-fach anstiegen.

Interaction Niveau 13
13
Niveau

Détails de l'interaction

Groupe 1
J02AC03
Groupe 2
G04BE09
Description du niveau
Kombination meiden
Mécanisme
Voriconazol hemmt CYP3A4 stark und kann so den Metabolismus von Vardenafil vermindern, wodurch die Vardenafil-Plasmakonzentration ansteigen kann.
Mesures recommandées
Die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil mit Voriconazol sollte vermieden werden, da bei dieser Kombination erwartungsgemäss hohe Plasmakonzentrationen von Vardenafil erreicht werden. Ist die Kombination erforderlich, empfiehlt sich eine Dosisreduktion auf initial 2.5 bis max. 5 mg Vardenafil pro 24h unter Monitoring von Nebenwirkungen (u.a. Hypotension, Sehstörungen, verlängerte Erektion). Die gleichzeitige Gabe von Vardenafil mit starken CYP3A4-Hemmern ist gemäss Schweizer Fachinformation bei Patienten älter als 75 Jahren kontraindiziert.
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