Erhöhte Lamotriginkonzentrationen, veränderte Valproatkonzentrationen nicht ausgeschlossen

Numéro: 7391 Niveau: 14

Die Lamotriginhalbwertszeit verlängert sich in der Kombination mit Valproinsäure von ca. 24h auf ca. 40-60h. Ein relevanter Anstieg der Plasmakonzentrationen von Lamotrigin mit dem erhöhten Risiko für unerwünschte Wirkungen (u.a. schwere Hautreaktionen bis hin zur toxischen epidermalen Nekrolyse) wird beobachtet. Auch eine Veränderung der Valproinplasmakonzentrationen wurde beschrieben.

Interaction Niveau 14
14
Niveau

Détails de l'interaction

Groupe 1
N03AG01
Groupe 2
N03AX09
Description du niveau
Monitorisieren
Mécanisme
Valproinsäure hemmt die Glucuronidierung und darüber den Abbau von Lamotrigin.
Mesures recommandées
Wird Valproinsäure mit Lamotrigin kombiniert bzw. zu einer bestehenden Therapie mit Valproinsäure hinzugefügt, sollte Lamotrigin bei Erwachsenen wie folgt aufdosiert werden: Woche 1+2: 25 mg Lamotrigin jeden 2. Tag, Woche 3+4: 25 mg Lamotrigin 1x täglich, Woche 5: 50 mg Lamotrigin 1x täglich oder 25 mg Lamotrigin 2x täglich, ab Woche 6: 100 mg Lamotrigin täglich in 1-2 Einzeldosen als Erhaltungsdosis. Je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit kann die Lamotrigindosis alle 7-14 Tage um weitere 25-50 mg bis zu einer Tagesdosis von insgesamt 200 mg Lamotrigin erhöht werden. Besteht bereits eine Therapie mit Lamotrigin und wird Valproinsäure hinzugefüggt, sollte die Lamotrigindosis um 25-50% (in Abhängigkeit der vorbestehenden Lamotrigindosis - bei 200 mg täglich Reduktion um 50% auf 100 mg Lamotrigin täglich) reduziert werden. Eine Kontrolle der Plasmakonzentrationen der Antiepileptika wird empfohlen, ebenso das Monitorisieren hinsichtlich unerwünschter Wirkungen (u.a. Sedation, Ataxie, Tremor, Hautausschläge).
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