Erhöhtes Risiko für anticholinerge Effekte

Nummer: 10 Stufe: 14

Nach einmal täglicher Gabe von 30 mg Darifenacin zusammen mit Erythromycin war die Cmax um 128% und die AUC um 95% erhöht. Die Dosierung lag allerdings oberhalb der therapeutisch eingesetzten Konzentrationen. Mit zunehmender Darifenacin-Dosis scheint auch die Beteiligung von CYP3A4 am Metabolismus zuzunehmen, sodass verstärkt unerwünschte Effekte auftreten können. In einer anderen Veröffentlichung wird eine Erhöhung der Cmax von Darifenacin unter Erythromycin um das 2.28fache beschrieben. Symptome anticholinerger Nebenwirkungen können Mundtrockenheit, Sehstörungen, Schwindel oder auch Tachycardie sein.

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
J01FA01
Gruppe 2
G04BD10
Beschreibung der Stufe
Monitorisieren
Mechanismus
Darifenacin wird hauptsächlich durch die beiden CYP-Isoenzyme CYP3A4 und CYP2D6 metabolisiert, zudem ist P-Glykoprotein am Transport beteiligt. Erythromycin ist ein moderater CYP-3A-Inhibitor und hemmt auch P-Glykoprotein, sodass der Abbau von Darifenacin gehemmt sein kann und erhöhte Arzneistoffkonzentrationen auftreten können.
Empfohlene Massnahmen
Bei zeitgleicher Behandlung mit mässigen CYP3A4-Inhibitoren wie Erythromycin sollte Darifenacin - insbesondere in der höheren Dosierung von 15 mg - nur entsprechend vorsichtig eingesetzt werden. Eine engmaschige Monitorisierung bezüglich anticholinerger Nebenwirkungen muss durchgeführt werden.
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