Reduzierte Atovaquon- und Proguanilkonzentrationen

Nummer: 7836 Stufe: 14

In einer Studie führte die Kombination von Lopinavir/Ritonavir mit Atovaquon/Proguanil bei 19 HIV-Infizierten verglichen mit 18 gesunden Probanden, die nur Atovaquon/Proguanil erhielten, zu einer Erniedrigung der Atovaquon-AUC auf im Mittel 26%. Die AUC von Proguanil sank im Mittel auf 62% ab. Eine Wirkungsabschwächung der Malariaprophylaxe kann nicht ausgeschlossen werden.

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
J05AR10
Gruppe 2
P01BB51
Beschreibung der Stufe
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Mechanismus
Ritonavir induziert CYP2C19 und kann damit zu einem verstärkten Abbau von Proguanil zu Cycloguanil (ebenfalls aktiver Metabolit) führen. In der Kombination mit Atovaquon scheint primär Proguanil und nicht Cycloguanil synergistisch mit Atovaquon zu wirken. Ritonavir induziert die Glukuronidierung und senkt damit die Plasmakonzentrationen von Atovaquon.
Empfohlene Massnahmen
Ausgehend von den Daten einer kleinen, offenen, nicht placebo-kontrollierten Studie müsste die Dosis von Atovaquon/Proguanil bei Kombination mit Lopinavir/Ritonavir rein rechnerisch in etwa verdoppelt werden. Diese Dosisanpassung wurde aber noch nicht validiert und zudem weiss man nicht, welche Minimalkonzentrationen von Atovaquon/Proguanil zu einer wirksamen Malariaprophylaxe erforderlich sind.
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