Erhöhte Tolterodinkonzentrationen und QT-Verlängerung

Nummer: 7645 Stufe: 13

Es kann unter der Kombination zu einer Verlängerung der QT-Zeit im EKG kommen. Das Risiko für ventrikuläre Arrythmien (TdP) kann dadurch erhöht sein. Zusätzlich könnten bei erhöhten Tolterodinkonzentrationen verstärkt unerwünschte Effekte (dazu gehören anticholinerge UAW wie Akkodomationsstörungen) bis hin zu Toxizitätssymptomen auftreten.

Interaktion Stufe 13
13
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
G04BD07
Gruppe 2
J01FA01
Beschreibung der Stufe
Kombination meiden
Mechanismus
Tolterodin wird bei der kaukasisch stämmigen Bevölkerung hauptsächlich über das CYP2D6-Isoenzym metabolisiert. Bei sog. `poor Metabolizern` für CYP2D6 kommt es vermehrt zu einem metabolischen Abbau über CYP3A4. Erythromycin ist ein potenter Hemmer von CYP3A4, sodass es insbesondere bei diesen Patienten zu erhöhten Konzentrationen von Tolterodin kommen kann. Beide Arzneistoffe können zu einer Verlängerung des QT-Intervalls im EKG beitragen.
Empfohlene Massnahmen
Die Kombination sollte vermieden werden. Ist eine gleichzeitige Gabe notwendig, sollte eine Tageshöchstdosis von 2 mg Tolterodin nicht überschritten werden. Eine sorgfältige Monitorisierung bezüglich QT-Zeit im EKG sowie der Nierenfunktion und Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium) ist notwendig.
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