Verstärkte anticholinerge Wirkungen und Arrhythmierisiko

Nummer: 7313 Stufe: 14

Die Erhöhung der Antidepressiva-Plasmakonzentrationen kann mit verstärkter Wirkung und vermehrten Nebenwirkungen des Trizyklikums einhergehen (u.a. anticholinerge Effekte, Sedation, Arrhythmien). Zudem senken beide Substanzen die Krampfschwelle.

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
D01BA02
Gruppe 2
N06AA04
Beschreibung der Stufe
Monitorisieren
Mechanismus
Terbinafin ist ein starker Hemmer von CYP2D6. Die meisten trizyklischen Antidepressiva werden zu einem relevanten Teil über CYP2D6 metabolisiert, wodurch es zu einem Anstieg der Plasmakonzentrationen des Antidepressivums kommen kann.
Empfohlene Massnahmen
In der Kombination empfiehlt es sich Nebenwirkungen des Antidepressivums sorgfältig zu monitorisieren. Bei einer vorbestehenden Therapie mit Terbinafin sollte eine möglichst niedrige Anfangsdosis des Antidepressivums gewählt werden mit langsamer weiterer Auftitrierung. Wird neu Terbinafin hinzugefügt, Plasmakonzentrationsmessung des Antidepressivums erwägen, Dosisanpassung des Antidepressivums gemäss klinischer Symptomatik bzw. gemessener Konzentrationen.
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