Verstärkte anticholinerge Wirkungen und Arrhythmierisiko

Nummer: 7297 Stufe: 14

Gemäss Fachinformation kann Ritonavir die AUC des trizyklischen Antidepressivums um das 1.5-3-fache erhöhen. Dies kann mit verstärkter Wirkung und vermehrten Nebenwirkungen des Trizyklikums einhergehen (u.a. anticholinerge Effekte, Sedation, Arrhythmien).

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
J05AR10
Gruppe 2
N06AA10
Beschreibung der Stufe
Monitorisieren
Mechanismus
Ritonavir ist ein Hemmer von u.a. CYP2D6 und kann darüber den Abbau von trizyklischen Antidepressiva inhibieren.
Empfohlene Massnahmen
In der Kombination empfiehlt es sich Wirkung und -Nebenwirkungen des Antidepressivums sorgfältig zu monitorisieren. Plasmakonzentrationsmessung des Antidepressivums erwägen, wenn Ritonavir neu hinzugefügt oder abgesetzt wird und ebenso bei Dosisänderungen. Dosisanpassung des Antidepressivums gemäss klinischer Symptomatik bzw. gemessener Konzentrationen.
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