INR-Veränderung nicht ausgeschlossen bei hoher Paracetamol-Dosierung

Nummer: 6892 Stufe: 14

Bei niedrigen Paracetamol-Dosierungen (bis zu 2 g/d) und kurzer Einnahmedauer gibt es keine Hinweise für eine klinisch relevante Interaktion. Bei hohen Dosierungen (> 2 g/d) und einer Einnahmedauer, die nicht nur wenige Tage beträgt, sind jedoch INR-Anstiege beschrieben worden (dies gilt vor allem für Warfarin). Ältere Patienten scheinen besonders betroffen.

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
N02BE51
Gruppe 2
B01AA07
Beschreibung der Stufe
Monitorisieren
Mechanismus
Möglicherweise Interferenz von Paracetamol bzw. seiner Metaboliten mit VitaminK-abhängigen Gerinnungsfaktoren.
Empfohlene Massnahmen
Auch wenn Paracetamol als Mittel der Wahl für eine gelegentliche Analgesie unter VitaminK-Antagonisten gilt, sollte die Einnahme möglichst kurz sein und Paracetamol-Dosierung möglichst niedrig. INR-Entgleisungen und ein erhöhtes Blutungsrisiko sind nicht ausgeschlossen, insbesondere bei hoher Dosierung und längerer Anwendung von Paracetamol. Sicherheitshalber empfiehlt es sich ein INR-Monitoring 3-4 Tage (und bei längerer Therapie erneut 7-10 Tage) nach Therapiebeginn, bei Dosisänderung von Paracetamol und nach dem Absetzen durchzuführen. Bei Langzeitanwendung von Paracetamol regelmässige INR-Kontrolle.
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