Erhöhtes Risiko für Arrhythmien

Nummer: 384 Stufe: 14

Bei der Kombination von Amiodaron und Diltiazem kommt es zur gegenseitigen Verstärkung der kardiovaskulären Effekte (u.a. Bradykardisierung, Verlangsamung AV-Überleitung). Es erhöht sich das Risiko für verstärkte Bradykardie, höhergradige AV-Blockierung, Blutdrucksenkung oder Auftreten einer Herzinsuffizienz. Neben dem additiven Effekt kann auch eine pharmakokinetische Interaktion auftreten: Amiodaron und Diltiazem werden beide über CYP3A4 metabolisiert und hemmen CYP3A4. Dies kann zu einer Plasmakonzentrationserhöhung beider Substanzen führen, die zusätzlich die Wirkung verstärkt.

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
C08DB01
Gruppe 2
C01BD01
Beschreibung der Stufe
Monitorisieren
Mechanismus
Beide Substanzen wirken auf die kardiale Erregungsüberleitung. Zudem werden beide über CYP3A4 metabolisiert und hemmen CYP3A4. Eine gegenseitige Plasmakonzentrationserhöhung kann auftreten.
Empfohlene Massnahmen
Die Kombination von Amiodaron und Calcium-Kanal-Antagonisten vom Nicht-Dihydropyridin-Typ soll möglichst vermieden werden. Bei bestimmten klinischen Zuständen, zB Postinfarkt-Patienten, hat sie sich allerdings als vorteilhaft erwiesen. Falls die Kombination erforderlich ist, sind EKG, Blutdruck und Herzfrequenz sorgfältig zu monitorisieren.
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