Erhöhtes Risiko für anticholinerge Effekte und QT-Zeit-Verlängerung

Nummer: 2470 Stufe: 14

Unter Gabe von Ketoconazol, ebenfalls einem starken CYP3A4-Inhibitor, kam es zu einer Verdoppelung der AUC von Solifenacin. Unter erhöhten Konzentrationen kann es zu einer verstärkten Wirkung von Solifenacin kommen. Das Risiko für das vermehrte Auftreten unerwünschter anticholinerger Effekte wie Erregung, Akkommodationsstörungen, Mydriasis, Mundtrockenheit, Obstipation, Tachykardie und Miktionsstörungen ist erhöht. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder mit mittelschwerer Leberfunktionstörung ist die Kombination gemäss Fachinformation kontraindiziert.

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
G04BD08
Gruppe 2
J02AC02
Beschreibung der Stufe
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Mechanismus
Solifenacin wird in erster Linie über CYP3A4 metabolisiert. Itraconazol ist ein starker Inhibitor dieses Isoenzyms, sodass die Verstoffwechselung von Solifenacin vermindert wird. Daher kann es zu höheren Konzentrationen kommen. Beide Arzneistoffe wurden mit Verlängerungen der QTc-Zeit im EKG assoziiert, sodass ein additiver Effekt denkbar ist.
Empfohlene Massnahmen
Wird die Kombination gegeben, sollte die maximale Dosis von Solifenacin auf 5 mg beschränkt werden. Der Patient sollte sorgfältig auf Anzeichen für unerwünschte anticholinerge Wirkungen und verlängerte QTc-Zeit (EKG-Kontrollen) überwacht werden.
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