Erhöhtes Risiko für anticholinerge Effekte und QT-Zeit-Verlängerung

Nummer: 2467 Stufe: 14

Unter Gabe von Ketoconazol 200m/d kam es zu einer Verdoppelung der AUC von Solifenacin. Die Halbwertszeit verlängerte sich von ca. 49 auf 77.5h. Unter erhöhten Konzentrationen kann es zu einer verstärkten Wirkung von Solifenacin kommen. Das Risiko für das vermehrte Auftreten unerwünschter anticholinerger Effekte wie Erregung, Akkommodationsstörungen, Mydriasis, Mundtrockenheit, Obstipation, Tachykardie und Miktionsstörungen ist erhöht. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder mit mittelschwerer Leberfunktionstörung ist die Kombination gemäss Fachinformation kontraindiziert.

Interaktion Stufe 14
14
Stufe

Details der Interaktion

Gruppe 1
J02AB02
Gruppe 2
G04BD08
Beschreibung der Stufe
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Mechanismus
Solifenacin wird in erster Linie über CYP3A4 metabolisiert. Ketoconazol ist ein starker Inhibitor dieses Isoenzyms, sodass die Verstoffwechselung von Solifenacin vermindert wird. Daher kann es zu höheren Konzentrationen kommen. Beide Arzneistoffe wurden mit Verlängerungen der QTc-Zeit im EKG assoziiert, sodass ein additiver Effekt denkbar ist.
Empfohlene Massnahmen
Wird die Kombination gegeben, sollte die maximale Dosis von Solifenacin auf 5 mg beschränkt werden. Der Patient sollte sorgfältig auf Anzeichen für unerwünschte anticholinerge Wirkungen und möglicherweise verlängerte QTc-Zeit (EKG-Kontrollen) überwacht werden.
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