Erhöhtes Risiko für anticholinerge Effekte

Number: 303 Level: 14

Bei gleichzeitiger Gabe von Fesoterodin mit Fluconazol 400mg/d - einem ebenfalls moderaten CYP3A4-Inhibitor - wurde ein Anstieg von Cmax und AUC des aktiven Metaboliten von Fesoterodin um 19% bzw. 27% beobachtet. Ein erhöhtes Risiko für anticholinerge Effekte wie Mundtrockenheit, Obstipation, Tachykardie, Benommenheit und Miktionstörungen ist möglich. Bei Langsam-Metabolisierern für CYP2D6 kann die Interaktion ausgeprägter sein.

Interaction Level 14
14
Level

Interaction Details

Group 1
J01FA01
Group 2
G04BD11
Level Description
Monitorisieren
Mechanism
Fesoterodin wird nach Einnahme zu seinem aktiven Metaboliten hydrolysiert, welcher dann über CYP2D6 und CYP3A4 in der Leber verstoffwechselt wird. Erythromycin ist ein moderater CYP3A4-Inhibitor, sodass unter Hemmung dieses Abbauweges die Konzentration des aktiven Metaboliten erhöht sein kann.
Recommended Measures
Eine Anpassung der Fesoterodindosis ist gemäss Fachinformation nicht erforderlich, eine sorgfältige Monitorisierung bezüglich verstärkter anticholinerger Effekten sollte jedoch durchgeführt werden.